Bands

Veröffentlicht am 12.11.2016 von nemesis

0

Johnny Cash

Zuerst wird er bei Sun Records abgelehnt, denn er stellt sich als Gospelsänger vor und das ist dem Sun-Chef Sam Phillips zu unkommerziell. Als er es mit der Nummer „Hey Porter“ noch einmal versucht, ist Phillips begeistert. Noch heute, auch nach seinem Tod, gilt er als King of Country Music: Johnny Cash.

Leben und Karriere

Am 26. Februar 1942 wird Johnny Cash in Kingsland geboren. 1967 veröffentlicht er als erster Sun-Artist eine LP, die unter dem Titel „Johnny Cash With His Hot And Blue Guitar“. Während dieser Zeit ist auch Elvis schon ein kleiner Star. In dessen Band spielt June Carter, welche durch ihn ihren zukünftigen Ehemann Johnny Cash kennenlernt. Er ist jedoch noch mit seiner Frau Vivian Liberto verheiratet, die er Mitte der 50er nach seiner Army-Zeit zur Frau nahm.

Als Cash sich Anfang der 60er Jahre mit Sun Records wegen eines geplanten Gospelalbums zerstreitet, nutzt er die Gelegenheit und wechselt zum Label Columbia Records. Hier beginnt auch seine circa neun Jahre andauernde Alkohol- und Drogensucht. Er schluckt Amphetamine wie Traubenzucker und trinkt immer, wenn etwas zur Hand ist.

Er hat einige schwere Autounfälle, die er alle mit nur leichten Kratzern übersteht. Er schmuggelt Pillen über die mexikanische Grenze und legte ein Feuer, welches einen Waldbrand zur Folge hat. Erst als er die Bibel entdeckt und June Carter heiratet, die sich wegen seiner Sucht lange gegen einen Antrag wehrt, schafft er es wieder auf die rechte Bahn. Mit ihr zusammen komponiert er auch den Welthit „Ring Oft Fiere“.

Ende der 60er Jahre beginnt nun die erfolgreichste Phase in seiner Karriere. Der Mitschnitt eines Konzerts im Gefängnis von Flom 1968 wird zu seinem populärsten Album. Mit dem folgenden Album „Live At Saint Quentin“ kann er den Erfolg im Folgejahr weiter bestätigen. Vom 69‘ bis 71‘ bekommt er seine eigenen Fernsehshow auf ABC und tritt im Weißen Haus für Präsident Nixon aus. Zudem veröffentlicht er seine Autobiographie, welche zum Bestseller wird.

Comeback

Doch schon bald nimmt der Erfolg rapide ab, denn er ist zu rockig für die Nashville-Welt, aber auch zu country-lastig für den Rock. Erst 93‘ schlägt für Cash wieder die große Stunde. Er sind auf dem U2-Album „Zooropa“ den Titel „The Wanderer“ ein, woraufhin sich Def Jam-Gründer Rick Rubin bei ihm meldet, um zusammen ein Album aufzunehmen.

Das Album „American Recordings“ erscheint 94‘ und zeigt einen völlig neuen Johnny Cash, der befreit vom Country-Ballast ist und die Songs tief und düster zur Akustikgitarre einsingt. Der neue Erfolg wir nach einem Auftritt als Headliner beim Glastonbury Festival 96‘ mit „Unchained“ fortgesetzt.

In Deutschland tritt Cash im Juli 97‘ das letzte Mal auf. Trotz seiner Parkinson-ähnlichen Krankheit schafft es Cash noch zusammen mit Rick Rubin im Oktober 2000 die Platte „American III: Solitary Man“ zu veröffentlichen. Nur wenige rechnen danach damit, dass Ruby und Cash noch einmal zusammen kommen. Doch sie täuschen sich, denn 202 kommt pünktlich zu Cashs‘ 70sten Geburtstag „The Man Comes Around“.

Tod von June und Johnny

2003 erleidet der Country-Sänger einen schweren Schicksalsschlag, als seine Ehefrau June Carter Cash mit 73 Jahren an den Folgen einer Operation am Herzen verstirbt. Trotz ihres Verlustes wollte Cash noch ein weiteres Album mit Rubin herausbringen. Er muss jedoch vorerst wegen seiner Diabetes-Erkrankung ins Krankenhaus und verstirbt zwei Tage nach seiner Entlassung mit nur 71 Jahren unerwartet an den Folgen der Krankheit.

Nach seinem Tod erscheint die 5-CD-Box „Unearthed“, die noch zu seinen Lebzeiten geplant war. Darauf enthalten ist neben unveröffentlichten Songs mit Rubin und Outtakes, auch ein von Cash eingesungenes und von ihm seit seiner Vorstellung bei Sun Records gewünschtes Gospelalbum vom 96‘.

Der Sänger hinterlässt ein immenses Ausmaß an Werken, die auch nach seinem Tod noch viel Stoff für weitere Veröffentlichungen bieten. 2005 wird sein Leben außerdem mit Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon in den Hauptrollen verfilmt.

Tags: , , ,


About the Author



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top ↑
  • Aktuelle Artikel

  • PARADOX Musikmagazin

  • Newsletter

    Trage ich hier in unsere Newsletter ein und bekomme von uns immer alle Szene-News aus erster Hand!

  • Archive