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Veröffentlicht am 23.06.2015 von Stefanie Loske

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Kultband Stray Cats

1979 schlossen sich die drei College-Freunde Leo Ducker aka Lee Rocker, Brian Setzer und James McDonnell aka Jim Phantom zur Band „Stray Cats“ zusammen. Schon zwei Jahre später sollten sie die Spitze einer weltweiten Bewegung sein.

Sie treffen den Nerv der Zeit

In Long Island fanden die Drei zusammen und wollten die Rock´n´Roll-Musik aus der Zeit der 50er Jahre wieder aufleben lassen. Im Sommer 1980 ging das Trio nach London. Mit dem ersten Longplayer „Stray Cats“ treffen sie dort den Nerv der Zeit.

Die Songs „Runaway Boys“, „Stray Cut Strut“ und „Rock This Town“ schaffen es in die Charts.

Die Jungs fielen auf, ihr Rezept zum Erfolg war eine coole Mischung dem Verhalten der damaligen Halbstarken und rockiger Musik. Mit ihren Schmalzlocken, tätowierten Körpern und den 50er Jahre Outfits spielten sie einen Mix aus Rockabilly, Punk und New Wave. Beeinflusst wurden sie durch ihre Idole Eddie Cochran, Gene Vincent und The Rock´n´Roll Trio.

Nach Erfolgen in Europa starten die zwei Jahre später sogar in den USA durch. Die zweite LP „Gonna Ball“ ist zu dem Zeitpunkt bereits fertig. 1983 kommt das dritte Album „Rant´n´Rave, von dem sich der Song „(She´s) Sexy + 17“ in den Top platzieren kann. Danach werden die persönlichen Differenzen innerhalb der Band und zwischen den Mitgliedern immer stärker.

Trennung und erneute Zusammenschlüsse der Band

1984 ist Schluss mit der Band. Setzer schließt sich mit Robert Plant zusammen, Phantom heiratet und Rocker gründet eine neue Band. 1986 schließen sie sich jedoch schon wieder zusammen. An die alten Tage konnten die drei jedoch nicht mehr anknüpfen.

1992 ist deshalb wieder Schluss nachdem sie einige wenig erfolgreiche Alben produziert hatten. Setzer gewinnt danach mit seinem in den 90ern gegründeten „Brian Setzer Orchestra“ viele Grammys und steht an der Spitze des Swing-Revivals.

2004 kehren sie mit der Stray Cats Europe Tour für einige Konzerte wieder auf die Bühnen Europas zurück. Nach der Tour präsentieren sie in L.A. dann ihren ersten neuen Song – „Mystery Train Kep A Rollin´“ – seit zwölf Jahren.

Der Song huldigt den 50er Jahren. Im Herbst desselben Jahres erscheint der Song auch auf dem DVD/CD-Doppelpack „Rumble In Brixton“.

2006 wurde die Band in die Long Island Music Hall of Fame aufgenommen. 2008 gingen sie im Sommer erneut auf eine US-Tour (Farewell Tour), zusammen mit „ZZ Top and The Pretenders“.

Solo blieben sie dem Musikgeschäft erhalten

Im Jahr 2011 ging Setzer in Europa auf die „Brian Setzer Rockabilly Riot! Europe Tour 2011“. Bei seinem ersten Konzert während der Tour trat er vor 50.000 Menschen auf. Konzerte gab es in Zürich, Amsterdam, Luxemburg, Hamburg, Berlin oder Köln. 2014 war er dann mit seiner „The Brian Setzer Orchestra Heads to Japan! Tour 2014“ im Land der aufgehenden Sonne unterwegs. Im selben Jahr erhielt er auch den „Guitar Editor´s Choice Award“ auf der größten Musikmesse weltweit in Frankfurt am Main.

Lee Rocker war ebenfalls nicht untätig. Nach der Trennung arbeitete er an verschiedenen Soloprojekten. 2003 gab es sein Soloalbum „Bulletproof“, 2007 „Black Cat Bone“: Eine EP mit dem Titel „The Cover Session“ wurde 2011 veröffentlicht. Darauf coverte er Welthits von John Lennon, Elton John oder Paul McCartney.

2013 bekam Rocker den „Lifetime Achievement Award“ vom Bass Player Magazin verliehen. Er hatte Schülern der Oberstufe in London und L.A. Bassistenunterricht gegeben.

Slim Jim Phantom spielte nach der Trennung in diversen Bands mit. Mit Lee Rocker und dem Gitarristen Earl Slick gründetet er „Swing Cats“. Von 1999 bis 2002 wurden vier Alben produziert. Mit dem früheren Gitarristen Gilby Clarke von Guns N´Roses formte er die Band „Col. Parker“, die 2001 das Album „Rock´n´Roll Music“ veröffentlichte. Zusätzlich gründete er noch das Rock-Trio „Dead Men Walking“ und die Band „The Head Cat“ mit Motörhead Lemmy.

photocredit: By Masao Nakagami (http://www.flickr.com/photos/goro_memo/227392648/) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

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