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Veröffentlicht am 10.10.2014 von Susan Thakore

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Rockabilly im Hier und Jetzt

Dass es die Musikrichtung Rockabilly überhaupt gibt, ist nicht nur Elvis Presley und Bill Haley zu verdanken, sondern auch anderen die mit ihrer schwarzen Musik gesungen von weißen Stimmen Aufsehen erregten. Bereits seit Beginn der 50. Jahre hat Rockabilly seinen Triumphzug um den Erdball begonnen und bis heute hat er sich auch gehalten. Vor allem in Europa, aber auch in Japan haben sich eigenständige Rockabilly Clubs gegründet und diese halten mit Zeitschriften und in Foren den Musikstil lebendig.

Geboren wurde, wie sollte es anders sein, der Rockabilly in Memphis im US Staat Tennessee. Von 1953 bis 1954 gab es die „Saturday Night Jamboree“ in der die Stars geboren wurden. Die jungen Talente hatten dann die Möglichkeit ihre Musik im Radio oder vor Publikum zu singen. Spätere Vertreter waren unter anderem Johnny Cash, Eddie Bond oder Marcus Van Story.

Rockabilly Heute:

Unter Insidern gilt sie schon lange nicht mehr als Geheimtipp, Imelda May. Seit Februar 2011 war es etwas ruhig geworden um die Rockabilly Queen, doch jetzt ist sie wieder da und endlich meldet sie sich mit einem neuen Album zurück. Mit „Tribal“ versprüht sie nicht nur pure Lebensfreude, sondern auch viel Energie. Lieder die im Ohr bleiben, singt sie mit ihrer ebenso kraftvollen wie auch heißblütiger Stimme und damit brachte sie bereits auf den größten Musikfestivals der Welt ihr Publikum zum Rasen.

Was wäre Rockabilly ohne Elvis? Die „Legacy Edition“ demonstriert eindeutig, wie sich Elvis vom Pop-Idol zu einem Showman verwandelt hat. Ab 1970 trat er regelmäßig im berühmten International Hotel in Las Vegas auf und gab dort dutzende Konzerte, die seinerzeit immer ausgebucht waren, kein Wunder, denn der King war es gewohnt nie vor leeren Häusern zu spielen. Diese Edition darf bei keinem Elvis- Fan fehlen.

Auch von Jerry Lee Lewis gibt es ab Mitte Oktober wieder etwas Neues, und zwar sein Album „Rock& Roll Time“. Altes vom Meister aber auch neue Songs im gewohnten Lewis-Stil sind darauf zu hören und zu genießen.

Topseller im Bereich Rockabilly:

Auf der Nummer Eins findet sich dieses Mal Brian Setzer mit „Rockabilly Riot“. Bekannt geworden ist er durch seine Stimme, die von der markigen Tiefe bis zur spritzigen Höhe alles bietet was den Rockabilly ausmacht. Außerdem ist er auch noch ein genialer Virtuose auf der Gitarre, aber der wahre Sound entsteht durch ihn und seiner Band, wo die jahrelange Zusammenarbeit auch zu hören ist. Diese Musik reißt nicht nur Liebhaber dieser Musik- Richtung völlig mit, sondern auch diejenigen die noch zu überzeugen sind.

Auf Platz zwei und vier folgt dann Imelda May und wie sollte es anders sein? Platz fünf ist dauerreserviert von Elvis Presley.

Rockabilly – Was ist das eigentlich?

Rock & Roll hat in seiner ureigenen Form nur drei Akkorde, einen starken Back Beat und eine Melodie die jedem gleich unter die Haut geht und die auch lange im Ohr bleibt. Entwickelt hat sich Rockabilly aus mehreren Stilrichtungen, darunter waren die Hauptquellen Blues, R `n` B und natürlich auch etwas Country, doch der Kenner weiß: dass sich Gospel, Pop, Jazz und Folk auch eingemischt haben. All diese Richtungen wurden dann in simplen, Blues basierten Songstrukturen kombiniert und heraus kam, was man noch heute, als Rockabilly kennt.

In den 50er Jahren erstellte die erste Welle von Rock& Roll Künstlern die Musik und diese wurde dann weitergeführt durch die nächsten vierzig Jahre. Jedes Jahrzehnt brachte ihren oder ihre Stars hervor, doch einige sprengten auch das alte Genre und machten etwas völlig Neues aus Rockabilly, doch im eigentlichen Sinn ist Rockabilly bis zum heutigen Zeitpunkt erhalten geblieben.

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